Fachgebiet Biologie

Reizreaktionsverarbeitung des Schleimpilzes - am Beispiel des Physarum polycephalum 

Anna Lia Schicktanz, Mara-Sophie Montag, Florian Merx


Wir, Anna Lia Schicktanz, Florian Merx, Mara-Sophie Montag, haben uns im Rahmen unserer Seminarfacharbeit der Klasse 10 mit der Reizwahrnehmung des Schleimpilzes befasst. Schleimpilze gehören zu keinem Tierreich werden aber als amöbenähnlich angesehen. Sie vereinen einige interessante Eigenschaften u. a., dass es sich bei einem Schleimpilz um eine Zelle handelt, die eine Größe von mehreren Quadratmetern erreichen kann. Mit diesem Organismus testeten wir, wie er auf basisches und saures Milieu reagiert. Hierzu wurden die Schleimpilze Physarum polycephalum auf Carrageen, zu welchem die entsprechende Säure bzw. Base zugesetzt wurde, kultiviert. Dabei fanden wir heraus, dass er auf basischem Milieu ein besseres Wachstum als auf saurem Milieu aufweist. Dennoch bevorzugt er den neutralen Boden allem. Außerdem testeten wir ob der Schleimpilz eine „intelligente“ Entscheidung über die Wachstumsrichtung in Abhängigkeit von der Konzentration eines gleichen Stoffes treffen kann. Weiterhin sollte mit den gleichen Versuchen getestet werden in wie fern eine Nährstoffaufnahme über die gasförmige Phase stattfindet. Dafür fertigten wir eigens entworfene Schalen an, welche in drei Kammern geteilt sind, um einen Nährstoffaustausch der Carrageenböden zu unterbinden. Um das Wachstum der Schleimpilze beobachten und dokumentieren zu können, bauten wir eine Box zum optimalen Fotografieren (Fotobox), die es ermöglichte, die Schalen immer an den gleichen Platz unter die Kamera zu stellen. Damit fotografierten wir fünfmal täglich alle 30 Versuchsschalen. Anschließend verwendeten wir unser Informatikprogramm zur Auswertung dieser Bilder. Nach dem einscannen der Bilder konnten wir uns Wachstumsdiagramme der Größe des Schleimpilzes ausgeben lassen. Das Ergebnis der Versuchsreihe ist, dass der Schleimpilz Konzentrationsunterschiede ein und desselben Stoffes über die Gasphase wahrnehmen kann und er sich gerichtet zur größeren Konzentration des Nährstoffes bewegt.

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